Unternehmenskultur

Kinderbetreuung

Ist ein Kind krank, fällt die Tagesbetreuung aus oder macht die Kita Ferien, kann es zu Fehlzeiten eines Elternteils im Unternehmen kommen. Flexible, bedarfsgerechte Arbeitsmodelle und Kinderbetreuungsangebote entscheiden dann darüber, ob, wann und wie flexibel Beschäftigte arbeiten können. Ob Homeoffice, Eltern-Kind-Büro, unternehmensinternes Betreuungsnetz oder Betriebskita, die Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern bieten Verlässlichkeit für Arbeitgeber und Beschäftigte. Nicht zuletzt ist eine kinderfreundliche Personalpolitik ein wirksames Instrument des Personalmarketings, spiegeln sich im Maßnahmenpaket doch die Werte und Normen der Unternehmenskultur wider.

Hintergrund

In allen EU-Mitgliedstaaten kümmert sich ein deutlich höherer Anteil der Frauen um Kinderbetreuung, Hausarbeit und Kochen als bei Männern. Im Jahr 2016 übernahmen in der EU 92 Prozent der 25- bis 49-jährigen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren täglich die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder, aber nur 68 Prozent der Männer (vgl. Destatis 2016).

Tipp

Über das bundesweite Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ des BMFSFJ erhalten Unternehmen Mittel zur Einrichtung neuer betrieblicher Kinderbetreuungsplätze. Darüber hinaus können Unternehmen mit einem steuer- und sozialversicherungsfreien Kinderbetreuungszuschuss die externe Betreuung von Kindern in nicht schulpflichtigem Alter unterstützen. Die Höhe legt der Arbeitgeber fest. Die Betreuung schulpflichtige Kinder ist auch zuschussfähig, allerdings nicht steuer- und sozialversicherungsfrei, aber als Betriebsausgabe.

Weitere Informationen

Literatur

Leitfäden