Unternehmenskultur

Eine familienfreundliche Unternehmenskultur schätzt Arbeitsergebnisse mehr als die bloße Anwesenheit. Sie hält eine transparente Arbeitsorganisation für wichtiger als die reine Arbeitszeit. Denn: Sie lässt Zeit für die Kinderbetreuung und/oder für die Pflege der Eltern und ermöglicht einen hohen Grad an Flexibilität bei Krankheitsfällen in der Familie. Zwar geben auch gesetzliche Rahmenbedingungen den Umgang mit Beschäftigungszeiten in Unternehmen vor, doch gewährleisten diese nicht zwangsläufig die Arbeitszufriedenheit. Eine Unternehmenskultur zeichnet sich dadurch aus, dass eigene Regeln verlässlich gelebt werden. Erst dann wächst eine Vertrauenskultur, die eine Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen stärkt und ihr Engagement fördert. Die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber steigt, nicht zuletzt auch für zukünftige potenzielle Mitarbeitende.

Hintergrund

Studien zu US-amerikanischen, börsennotierten Unternehmen zeigen, dass jene Unternehmen, die sich durch ihr vertrauenswürdiges und ethisch korrektes Handeln mit einer stark ausgeprägten Unternehmenskultur auszeichnen, einen höheren Gewinn und Umsatz aufweisen als andere Unterhemen (vgl. Guiso/Sapienza/Zingales 2015).

Tipp

Familienorientierte Regelungen können zum Beispiel in Betriebsvereinbarungen oder Gleichstellungsplänen fixiert sowie in das Unternehmensleitbild integriert werden. Dadurch erhalten Mitarbeitende wie Unternehmen Planungssicherheit.

Weitere Informationen

Literatur